Kirchengemeinde St. Marien Hagen Mitte  
_TOGGLE_TOGGLE
_TOGGLE Hauptmenü

_TOGGLE Newsletter bestellen
Hier können sie kostenlos unser wöchentlich erscheinendes Gemeinde Aktuell als Newsletter bestellen.
Bitte geben sie dazu Namen und Emailadresse an:


 
Geschichte



St. Marien Hagen-Mitte - Katholische Pfarrgemeinde


Geschichte

1. Von der Christianisierung bis zur Glaubensspaltung

Die heutige Pfarrei St. Marien hieß ursprünglich bis ins 19. Jahrhundert einfach „Pfarrei Hagen“. Ihre Anfänge liegen jedoch im Dunkeln. Sicher ist, dass es schon seit der 2. Hälfte des 7. Jahrhunderts erste Christen gegeben hat, und zwar auf dem Oberhof Hagen, den im Mittelalter die Erzbischöfe von Köln besaßen. Mutmaßungen über eine erste Holzkirche in der Zeit der Karolinger sind jedoch spekulativ. Urkundlich belegt ist eine Kirche erst seit 1080, die den hll. Märtyrern Gervasius und Protasius geweiht war. Diese erste katholische Kirche stand an der Stelle, an der sich heute die evangelische Johanniskirche befindet.
Der erste urkundlich nachgewiesene Pfarrer ist Ende des 11. Jahrhunderts der Priester Herbertus. Zu dieser ältesten Urpfarre gehörte ein Bereich, der sich von Schwelm bis Lüdenscheid erstreckt. Etwa ab 1150 bis zur Glaubensspaltung war die jeweilige Äbtissin des Kölner St. Ursula-Stiftes Inhaberin des Patronatsrechtes für die Besetzung der Pfarrstelle. Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute man nach dem Abriss der alten Kirche an gleicher Stelle eine 36 m lange dreischiffige romanische Basilika, die dem hl. Urban und dem hl. Georg geweiht war. Vom Inventar dieser mittelalterlichen Kirche existiert noch der aus einem einzigen Sandstein gehauene Taufstein, der in allerdings stark verwittertem Zustand heute in der Burgkapelle des Heimatmuseums Altena zu sehen ist.

2. Das Zeitalter der Glaubensspaltung

Die Einführung der Reformation verbindet sich mit dem Namen des ursprünglich katholischen Pfarrers Johannes Georg Wippermann, der 1554 auf Dauer die lutherische Lehre in Hagen einführte. Wippermann war fast 60 Jahre Pfarrer in Hagen, war verheiratet und hatte 3 Kinder.
Nach dem Tode Wippermanns im Jahre 1610 entbrannte ein heftiger Streit um Kirche und Pfarrhaus zwischen den zahlenmäßig viel stärkeren Lutheranern und den katholisch gebliebenen Gläubigen, der bis zum Bielefelder Religionsrezess von 1672 andauerte. 1611 setzte die Kölner Ursulinenäbtissin als Inhaberin des Patronatsrechtes Franz Köster aus Werl zum Pfarrer ein. Als auch dieser lutherisch geworden war, konnten sich die nachfolgend eingesetzten katholischen Pfarrer nicht mehr gegen die Lutheraner durchsetzen.
Im Bielefelder Religionsrezess von 1672 mußten die Hagener Katholiken unter der Einflussnahme des Großen Kurfürsten auf das Kirchenvermögen einschließlich Kirche und Pfarrhaus verzichten. Die zu diesem Zeitpunkt etwa noch 300 Seelen umfassende Gemeinde erhielt eine Abfindungssumme vom Staat. Sie erwarb ein Grundstück am Nordrand von Hagen (im heutigen Stadtplan an der Einmündung der Marienstraße in die Mittelstraße) zum Neubau von Kirche, Schule und Pfarrhaus.


3. Von der Reformation bis Heute

Der Neubau einer katholischen Kirche in Hagen verbindet sich mit dem Namen des Franziskanerpaters Melchior Weber, der 1693 auf Bitten der Gemeinde vom Provinzial der sächsischen Ordensprovinz nach Hagen entsandt wurde. 1694 konnte der Boeler Pfarrer Barich die Grundsteinlegung vornehmen. Der Titel der Kirche ist „Assumptio Beatae Virginis“ und setzt so die Tradition der ehemaligen Vikarie „Beatae Mariae Virginis“ der alten Ur-Pfarrkirche fort, wohingegen die evangelisch gewordene Pfarrkirche nach der Vikarie „St. Joannis Evangelistae“ 1889 den Namen Johanniskirche bekommt.

1821 kam das katholische Hagen vom Erzbistum Köln zum Bistum Paderborn. Am 9. April 1825 stürzte das Gewölbe der Kirche ein. Bereits ein Jahr später konnte Pfarrer Nikolaus Kruse mit dem Bau eines neuen größeren, jetzt zweitürmigen Gotteshauses an derselben Stelle beginnen, das wiederum der Gottesmutter geweiht wird. König Friedrich Wilhelm III. schenkte zum Bau der klassizistischen Kirche Sandsteinquader von den eingestürzten Bögen der Herdecker Ruhrbrücke. Hieran erinnert eine Inschrift, die, ursprünglich über dem Hauptportal angebracht, nunmehr als einziger Überrest der alten Marienkirche seit 1895 an der westlichen Außenwand des Querschiffes der heutigen Marienkirche erhalten ist.
Im 19. Jahrhundert wuchs die Zahl der Katholiken deutlich. Somit ergab sich die Notwendigkeit zum Neubau einer größeren Kirche. Der damalige Pfarrer Heinrich Knoche erwarb von den Erben Osthaus eine Liegenschaft an der Hochstraße (neben dem heutigen Karl-Ernst-Osthaus-Museum). Die neue Kirche wird als neugotische Hallenkirche nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Caspar Clemens Pickel errichtet und am 26. September 1895 vom Paderborner Bischof Dr. Hubertus Simar konsekriert.

In große Mitleidenschaft gezogen wird die Hagener Marienkirche durch die Kriegsereignisse der Jahre 1943-1945. Beim ersten großen Fliegerangriff am 1. Oktober 1943 trägt die Marienkirche glücklicherweise nur geringe Schäden an den Fenstern davon, anders jedoch am 2. Dezember 1943: Die Fenster sind vom Luftdruck eingedrückt oder herausgerissen, so daß die Kirche nicht mehr für den Gottesdienst benutzt werden kann. Unter großen Schwierigkeiten gelingt eine Reparatur bis zum Februar 1945. Am 15. März 1945 jedoch geht St. Marien unter.
Die Kirche wird wie die gesamte Hagener Innenstadt nahezu vollständig zerstört. Pfarrer Paul Gunkel, der 1946 Pfarrer Alfred Hüffer nachfolgt, baut die Kirche wieder auf. Am 11. Dezember 1954 wird die Wiederherstellung der Kirche durch die Altarweihe, vollzogen vom Paderborner Erzbischof Lorenz Jäger, vollendet.

4. Chronik der Abpfarrungen von der Mutterpfarrei St. Marien

1863 St. Bonifatius Haspe
1895 St. Josef Altenhagen
1902 St. Michael Wehringhausen
1910 Herz-Jesu Eilpe
1934 St. Elisabeth (ehemals Franziskanerkloster)
1939 Heilig Geist Emst
1959 St. Bonifatius Halden (heute Heilig Kreuz)

 



(13326 mal gelesen) Druckversion
[ Zurck zu Inhalte ]


_TOGGLE Download
Hier können Sie unsere aktuelle Gemeinde aktuell herunterladen.
Es ist als PDF-Dokument hinterlegt

Download


_TOGGLE Schriftgrösse
Each user can view the site with a different theme.
Themes marked with a * also change the forum look.

_TOGGLE Adressen

Mariengasse 7
58095 Hagen

Pfarrbüro
Mo - Fr 9 – 12 Uhr
Pfarrer Dr. Bathen
(0 23 31) 22 600
Fax: 92 56 42

e-mail: st.marien@hagen-mitte-west.de

Pfarrer Schmitt
(0 23 31) 204 11 85

Pfr.i.R. Ostrup
(0 23 31) 46 31 26

Organist Hellebrandt
(0 23 31) 2 67 33

Küster Neugebauer
(0 23 31) 3 27 86

Pastoralverbund:
www.pv-andervolme.de